Kinder- und Jugendförderung verbindet Umweltbildung mit Müllsammelaktion
Ein Koffer voller Abfallwissen trifft auf Kinder voller Tatendrang: Die Kinder- und Jugendförderung der Stadt Babenhausen widmet sich im Oktober mit dem offenen Kindertreff und dem Mädchentreff dem Thema „Abfall, Mülltrennung und Umweltschutz“.
Dafür brachte Alexandra Hilzinger vom ZAW (Zweckverband Abfall- und Wertstoffeinsammlung) den sogenannten Umweltkoffer zur Kinder- und Jugendförderung. Der Umweltkoffer vermittelt Wissen rund um Abfall und Recycling auf spielerische und anschauliche Weise. An 12 interaktiven Stationen können die Kinder selbst entdecken, wie Abfall vermieden werden kann, welcher Müll in welche Tonne gehört, wie Wertstoffe weiterverarbeitet werden und weshalb achtlos weggeworfener Müll – sogenannter „Wilder Müll“ – ein Problem für Natur und Umwelt darstellt.
Dabei bringen die Mädchen bereits eigene Erfahrungen mit: Sie haben schon mehrfach gemeinsam in der Gruppe Müll gesammelt und wissen daher aus erster Hand, wie wichtig es ist, Verantwortung für das eigene Umfeld zu übernehmen.
Am 21. Oktober wird es schließlich praktisch: Kindertreff und Mädchentreff ziehen gemeinsam los und beteiligen sich im Wohngebiet „Erloch“ an der „Kreisweiten Müllsammelaktion“. Mit Handschuhen, Greifern und Säcken ausgestattet, wollen die Kinder das zuvor erworbene Wissen direkt in die Tat umsetzen. So wird aus spielerischer Umweltbildung konkretes Engagement für die eigene Stadt und die Natur.
„Unser Umweltkoffer wurde ursprünglich für den Einsatz in Grundschulen entwickelt. Wir freuen uns sehr, dass er nun auch in der Kinder- und Jugendarbeit zum Einsatz kommt“, erklärt Alexandra Hilzinger vom ZAW. Gerade die Verbindung aus spielerischem Lernen und anschließendem eigenen Handeln mache das Thema für Kinder besonders greifbar.
Die Aktion zeigt wie Umweltbildung funktionieren kann: Wissen erwerben, gemeinsam ausprobieren und anschließend selbst aktiv werden. Die Kinder erfahren dabei nicht nur, wie Müll richtig entsorgt und getrennt wird, sondern auch, dass jede und jeder Einzelne einen Beitrag zu einer sauberen Umwelt leisten kann. Dieses Wissen darf dann gerne auch weitergegeben werden – an Nachbarn, Freunde, Verwandte, Bekannte und all die, die es noch nicht so gut können wie die Kids.
