…Partnerstadt Bouxwiller, Straßburg und das KZ Natzweiler-Struthof als Stationen
Über die Pfingstfeiertage ging es für eine 11-köpfige Gruppe politisch und geschichtlich interessierter Jugendlicher und junger Erwachsener zwischen 17 und 23 Jahren sowie den zwei Betreuern der Kinder- und Jugendförderung auf nach Frankreich.
Nach der interessanten Bildungsreise des Jugendforums nach Berlin im Jahr 2012, gab es viele Überlegungen über das nächste Ziel. Mit dem Gedanken unsere Partnerstadt Bouxwiller zu besuchen und ausgestattet mit einer entsprechenden Einladung des dortigen Bürgermeisters Alain Janus fiel die Entscheidung dann doch leicht und somit auf den Elsass.
Die Reise sollte schließlich auch dazu dienen, den Kontakt zwischen Babenhausen und Bouxwiller wieder etwas auffrischen. Die Schulleiter der Joachim-Schumann-Schule und der Bachgauschule sowie Bürgermeister Joachim Knoke und der Leiter der Kinder- und Jugendförderung erarbeiteten deshalb im Vorfeld schon gemeinsam mit Vertretern des Jugendforums ein entsprechendes Arbeitspapier, um vor Ort in Frankreich effektiver Ideen und Vorschläge zusammentragen zu können. Ziel und somit offizieller Teil der Bildungsreise: Eine Intensivierung des Kontakts zwischen den beiden Partnerstädten Bouxwiller und Babenhausen.
Nach einer knapp 3-Stündigen Reise wurde die Gruppe des Jugendforums und der drei extern-interessierten Mitfahrer dann in Bouxwiller von Bürgermeister Alan Janus, der Museumsleiterin Frau Lickel und der Stadträtin Frau Roth sehr herzlich empfangen. Nach einer interessanten Führung durch das neue Museum von Bouxwiller, bei welcher das Jugendforum viel über die Geschichte von Bouxwiller und die gemeinsame Vergangenheit der beiden Städte erfahren konnte, wurde ein kleiner Snack zum Mittag gereicht. Im Anschluss wurden gemeinsam Ideen und Möglichkeiten zur weiteren Vertiefung der Städtepartnerschaft in den Bereichen Schule, Jugendarbeit und der Vereinslandschaft ausgearbeitet, ohne die bereits bestehenden Kontakte, beispielsweise die des Heimat- und Geschichtsvereins, die im Bereich der Kunst geknüpft wurden oder auch die des Angelsportvereins „Petri Heil“ zu vernachlässigen. Nach „getaner Arbeit“ erhielt das Jugendforum schließlich noch eine Stadtführung durch die Museumsleitung Madame Lickel und fuhr gegen 16.30 Uhr zur Jugendherberge nach Ortenberg.
Am zweiten Tag ging es dann nach Straßburg. Bei schönem Wetter bekam die Gruppe einen tollen Eindruck von der Stadt am Rhein, bestieg sportlich das Münster und entdeckte das Europaviertel mit dem Europäischen Parlament vom Wasser aus während einer knapp 90-minütigen Bootsrundfahrt. Nach einem sehr schönen aber auch anstrengenden Tag machten sich die jungen Babenhäuser wieder auf den Rückweg zur Jugendherberge.
Am Sonntag wurde dann das Konzentrationslager Natzweiler-Struthof besichtigt. Während einer 3-stündigen Führung über das komplette Gelände und durch das Museum, bekam die Gruppe jede Menge Eindrücke und Information über die deutsche Kriegsgeschichte und die Zeit der Nationalsozialisten. Die brutale Vernichtungspolitik der Nazis war ein Thema, welches die Gruppe sehr intensiv zum Nachdenken anregte. Auch wenn die Thematik dieses Nachmittags nicht einfach war, konnte man spüren, dass die Gruppe sehr interessiert war und mehr erfahren wollte. Als der Tag sich langsam dem Ende zuneigte, beschloss die Gruppe den Abend gemütlich in Offenburg zu beenden.
Nach dem Frühstück machte sich die Babenhäuser Delegation am Montag dann schließlich auf den Weg nach Hause. Man merkte deutlich, dass die Gruppe viel Spaß an dieser Fahrt hatte und bleibende Eindrücke bei diesem politisch und geschichtlich interessanten Trip sammeln konnte.
Für die Zukunft sollen weitere Bildungsreisen vom Jugendforum organisiert werden.











